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Gleichstellung erhält starken Rückenwind

Gleichstellung erhält starken Rückenwind

20. August 2013; webmaster

Gabriele Hardtmann freut sich, dass an der Universität Stuttgart schon bald drei weitere Professorinnen den Frauenanteil in der Professorenschaft erhöhen werden. Dann werden es 35 sein – gegenüber 225 männlichen Kollegen. „Das ist eine gewaltige Steigerung“, sagt die Uni-Frauenbeauftragte. Denn im Jahr 2008 hatten gerade mal 15 Frauen diesen Rang. Möglich wird der neue weibliche Zuwachs, dessen Stellen gerade bundesweit ausgeschrieben werden, durch das erfolgreiche Gleichstellungskonzept der Uni und eine positive Begutachtung durch das Bundesbildungsministerium.

Somit hat die Uni Stuttgart bereits zum zweiten Mal bei dem Professorinnenprogramm des Bundes punkten können, das 2008 von der damaligen Bundesforschungsministerin Annette Schavan initiiert worden war und nun von ihrer Nachfolgerin Johanna Wanka erneut aufgelegt wurde. Zweimal 2,25 Millionen Euro hat es der  Uni Stuttgart in die Kasse gespült. Allerdings zielgebunden: das Geld ist eine Anschubfinanzierung für je drei unbefristete Professorinnenstellen. Aktuell werden drei Stellen in Fachbereichen ausgeschrieben, die nicht gerade als klassisch weiblich gelten: In der Fakultät Mathematik und Physik wird die zukünftige Kollegin die einzige Professorin sein; auch die Fakultät Luft- und Raumfahrttechnik und Geodäsie ist seit dem Weggang von „Raketen-Moni“ (Monika Auweter-Kurtz) professorinnenfrei; und in der Fakultät Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik hat sich bisher gerade mal eine Professorin angesiedelt. Dabei hätten gerade Frauen in solchen Positionen „eine Wahnsinns-Vorbildfunktion für die jungen Frauen“, sagt Gabriele Hardtmann.

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